Artists

  • Kries

    BALKAN / WORLD

    Kries ist die derzeit attraktivste Band Kroatiens, die moderne und traditionelle Musik mischt. Ihr Gründer Mojmir Novakovic, hat eine Stimme, die wie eine Naturgewalt, elementar und zeitlos ist. Er wirkt wie eine mythische Figur, während er kraftvoll traditionelle balkanische Lieder singt. In den Händen der siebenköpfigen Band, die ein Instrumentarium von Dudelsack bis E-Gitarre bespielt, überschreiten die uralten Songs die Grenzen von Zeit und Ort. «Wir sind fasziniert von den alten Symbolen, den Worten und Melodien. Wir lassen uns treiben von den Stimmungen und Gefühlen, die sie bei uns auslösen», betonen die Musiker.

  • Damir Imamovic

    BALKAN / SEVDAH

    Damir Imamovic (*1978, Sarajevo) gilt als einer der wichtigsten Interpreten des Sevdah, einer traditionellen bosnisch-herzegowinischen Form von Musik und Poesie. Er geht mit seinen Interpretationen neue Wege, indem er sich mit der Geschichte und Ästhetik des Sevdah auseinandersetzt. Seit 2005 ist er solo unterwegs (Stimme, Gitarre).

  • Amira Medunjanin

    BALKAN / SEVDAH

    AMIRA MEDUNJANIN wurde in Sarajevo zu einer Zeit geboren, als die traditionelle Musik in Ex-Jugoslawien eine Hochblüte erlebte. Von ihrer Mutter lernte sie die schönsten Sevdalinke (Sevdah-Lieder), und bald war sie von der mündlich überlieferten Gesangstradition Bosnien-Herzegowinas so fasziniert, dass sie es sich zur Aufgabe machte, die Ausdruckskraft der Sevdah bis ins letzte zu erforschen und ihr eine unverwechselbare Stimme zu verleihen. Jahrelang suchte sie nach Menschen, die ihre Auffassung von Sevdah teilten, und nach der besten Art der Präsentation.

  • Bozo Vreco

    BALKAN / SEVDAH

    Ein Mann, der mit Bart und in Frauenkleidern schwermütige Liebeslieder singt, hat es auf dem Balkan nicht unbedingt leicht. Doch Bozo Vreco ist in Bosnien und Herzegowina so etwas wie eine Ikone. Er nimmt sich die Freiheit, Grenzen zu überschreiten - zwischen Mann und Frau, zwischen den Religionen und zwischen Ethnien. Seien Freiheit bedeutet auch Freiheit für andere.
    Musikalisch hat er sich dem Sevdah verschrieben, schwermütigen Liebesliedern, die in Bosnien und Herzegowina zum Volkskulturgut gehören. Mit seinem unbändigen Tenor singt er alte und neue, eigene Sedvah-Lieder. Stücke voller Trauer und Sehnsucht, aber auch voller Schönheit.

  • Divanhana

    BALKAN / SEVDAH 

    Divanhana aus Sarajevo präsentieren Sevdah, die traditionellen Liebeslieder aus den Städten Bosniens. Die Musiker widmen sich mit sichtlicher Hingabe diesem musikalischen Schatz in seiner ganzen Schönheit und Vielfältigkeit, und bringen dabei die alten Weisen zwischen schmerzlicher Wehmut und inniger Freude in zeitgenössische Arrangements. Somit verschmelzen die wunderbaren Melodien zu einer phantasievollen Melange aus Jazz, Folk, moderner Klassik und Pop, ohne ihre emotionale Kraft zu verlieren. Darüber hinaus widmen sich Divanhana seit ihrer Gründung 2009 auch den Musiktraditionen aller anderen Balkan-Länder. Mit ihren faszinierenden Interpretationen haben sie schon in den renommiertesten Konzertsälen und auf den größten Festivalbühnen in ganz Europa gespielt. 2012 wurde die Band zu einem Auftritt auf der Weltmusikmesse Womex in Thessaloniki eingeladen, und war im selben Jahr zum namhaften „12 Points“ Jazz-Festival in Porto zu Gast. In ihrer Heimat zählen Divanhana mittlerweile als die "Meister der Sevdah" - und das zu Recht!

  • Mostar Sevdah Reunion

    BALKAN / SEVDAH 

    Der bosnische Tontechniker und Produzent Dragi Sestic scharte 1999 im kriegsgeschundenen Mostar eine Gruppe von Männern um sich, die aus verschiedenen Ethnien stammten – Kroaten, Serben, Bosnier. Mostar Sevdah Reunion verfügt über eine derart bezwingende Kraft, dass wieder einmal das buchstäbliche „Nicht-Stillsitzen-Können“ passiert, und zwar sowohl bei den schnellen Tanzliedern als auch den rhapsodischen Balladen. Sevdah bezieht sich auf die Sevdalinke, den „bosnischen Blues“: Die wunderschönen Lieder voller Melancholie, Tragik und verhaltener Erotik singen von unerfüllter Liebe, von der Sehnsucht nach einem besseren Leben und der Erfüllung aller Träume. Als brilliante Virtuosen sind die Musiker der MSR vielgesuchte Partner für Stars wie Saban Bajramovic, Ljiljana Buttler oder Boban Markovic und wurden auch schon als der Buena Vista Club Bosniens bezeichnet, der für Begeisterung und ausverkaufte Konzertsäle in ganz Europa sorgt.

  • Dubioza Kolektiv

    BALKAN / ROCK / PUNK / DUB / REGGAE
    Dubioza Kolektiv sind mittlerweile eine der bekanntesten Bands auf dem Balkan. Schon früh begann das Kollektiv mit internationalen Musikern zu kooperieren und war weltweit gut vernetzt. Bereits auf dem zweiten Album finden sich beispielsweise Tracks mit Fun Da Mental. Da verwundert es auch nicht mehr, dass ihr neues Album Wild Wild East von keinem Geringeren als Billy Gould (Faith No More) auf seinem Label Koolarrow released wurde.

    Mit ihrer mitreißenden Livepräsenz und ihrem musikalischen Mix aus Reggae, Dub, Rock und Punk sind es vor allem ihre kritischen und provokanten Texte, die sie über die Grenzen Bosnien-Herzegovinas hinaus bekannt machten. 2010 feierte der Film Na Putu (On the path) der preisgekrönten Regisseurin Jasmila Zbanic (Goldener Bär 2006 für Grbavica) auf der Berlinale Premiere, zu dem Dubioza Kolektiv den
    Song „Blam“ beisteuerten.

    Trotz allem sind Dubioza Kolektiv kein singendes Lehrerzimmer mit ständig erhobenem Zeigefinger, dafür haben sie viel zu viel Spaß am Spaß, an ihrer Musik, und daran, ihr Publikum frenetisch feiern zu lassen. Vielleicht ist das das Geheimnis, wie sie den Spagat zwischen Politik einerseits und kommerziellem Erfolg andererseits schaffen, der ihnen in 2011 Jahr sogar einen MTV Best Adria Act Award eingebracht hat.

  • Divlje jagode

    BALKAN / ROCK

    Divlje jagode (trans. "Wilde Erdbeeren") ist in Ex-Jugoslawien (Bosnien und Herzegowina) im Jahr 1977 gegründet, durch Gitarrist Zele Lipovaca, einer der besten Rock Gitarristen aller Zeiten in der Region, wie auch International. Die Band gilt als regionale Pioniere des Hardrock Genre und eine der beliebtesten Ikonen der Rockmusik in Bosnien und Herzegowina und der Region. 35 Jahren des Bestehens, 11 Studioalben und einem Umsatz von über 4 Millionen Tonträger. Trotz der Tatsache, dass Divlje Jagode wohl diejenige Rock Band des damaligen Jugoslawiens waren, die am meisten Platten verkauft hat, sollen laut dem Riermaierschen Osteuropa-Lexikon diese Alben in jüngerer Zeit nur äusserst schwer aufzutreiben gewesen sein - offenbar will sich niemand freiwillig von diesen Schätzen trennen.

  • Zabranjeno pušenje

    BALKAN / ROCK / FOLK / PUNK

    Bosnian Kultband Zabranjeno pušenje (zu deutsch Rauchen verboten) ist eine der gefragtesten und besten Rockbands des Balkans. Mit ihren 13 Studioalben und unzähligen Tourneen und Live-Auftritten haben sie in den letzten fast 30 Jahren nicht nur beim Publikum aus dem ehemaligem Jugoslawien, sondern weit darüber hinaus für Furore und Begeisterung gesorgt.
    Die Musik vermischt verschiedene Einflüsse wie den Garagenrock, Punk, Volksmusik Südosteuropas.

  • Atomsko skloniste

    BALKAN / ROCK

    Urgesteine der Hardrock Szene gegründet im Jahr 1977 und eine der beliebtesten Ikonen der Rockmusik aus dem Balkan.

  • YU grupa

    BALKAN / ROCK 

    Yu Grupa ist eine serbische (ehem. jugoslawische) Rock Band. Sie kombiniert in ihrer Musik Elemente aus der Volksmusik mit Rock aus der früheren jugoslawischen Rockszene. 

    Gegründet wurde sie im Herbst 1970 von den damaligen Bandmitgliedern Dragi Jelic (Gitarrist), Zika Jelic (Bassist), Miodrag Mile Okrugic (Keyboard), Velibor Boka Bogdanovic (Schlagzeug).

    Name der Gruppe kam bei einem Club-Auftritt am 29.11.1970 zustande, als das Publikum aufgefordert wurde, der Band einen Namen zu geben.

    Seit ihrem über 40-jährigen Bestehen hat die Gruppe geschafft, dass sie immer noch eine sehr anerkannte Band aus dem ex-jugoslawischen Raum ist und zählt heute zu dem am längsten bestehenden Rockband aus diesem Gebiet.

  • Rambo Amadeus & Two Winettous

    BALKAN / ROCK / FUNK / RAP 
    Rambo Amadeus, der mit bürgerlichem Namen Antonije Pušić heisst, kündigt sich selbst als "Rambo Amadeus, der Welt Mega-Imperator" oder auch als "Welt Mega-Zar" an - aber immer mit einem Augenzwinkern.
    Sein Bühnenname setzt sich aus denen des Actionhelden John Rambo und des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart zusammen - diese krude Mischung ist beispielhaft für sein verrücktes Schaffen.
    Der selbsternannte "Musiker, Poet und Medien-Manipulator" machte bereits in den 1980er-Jahren mit ausgefallenem Jazz-Funk und überraschenden Bühnen-Performances im damaligen Jugoslawien Karriere. Seine meist satirischen Auftritte erinnern an Stand-up-Comedy und die ebenfalls extravaganten Auftritte von US-Rocklegende Frank Zappa, zu denen regelmäßig Satire und musikalische Sketche zählten.
    Mit einer Mischung aus Rock, Funk, Jazz, Rap und Folk-Zitaten, hat dieser außergewöhnliche Künstler einen unverwechselbaren Stil geschaffen. Mit einem rohen live Sound, der mit Elektronik und Samples vermischt ist, nimmt Rambo Amadeus beflügelt von seinem immensen Improvisations-Talent, sein Publikum auf eine Reise quer durch die Genres.

  • Teska Industrija

    BALKAN / ROCK
    Die Band die nicht nur Generationen verbindet sondern vor allem auch Nationen.
    Sie wurden auf Ihrer Tour, die anlässlich des 40-jährigen Jubiläums von zahlreichen Balkankünstlern aus Kroatien, Bosnien und Serbien unterstützt, wie zuletzt beim Jubiläumskonzert in Lisinski von u.a. Zdravko Čolić, Kemal Monteno, Arsen Dedić, Zoran Predin, Gabor Lengyel, Miroslav Bratulic i Nikša Bratoš.

    Lead-Gitarrist, Arrangeur und Komponist Vedad Hadziavdic, Bassist und Produzent Ivica Propadalo und neue Mitglieder, Sängerin Lea Mijatovic, Fran Sokić an den Keyboards und Drummer Robert Domitrović.

  • Kal

    BALKAN / GIPSY
    Die KAL Band ist eine urbane Roma-Band aus den Vororten von Belgrad. In der Times wurden sie auch schon als «beste Gipsy Band östlich von Paris» erwähnt. Westliche Musikjournalisten nannten ihren Stil „Rock`n´Roma“, was ihre Musik ziemlich gut beschreibt. Seit ihren Anfängen 2006 gab die Band bis jetzt über 400 Konzerte. Sie spielten auf den wichtigsten örtlichen, europäischen und internationalen Festivals und machten in Europa eine bemerkenswerte Karriere.
    In den renommierten Europäischen Weltmusik-Charts erreichte die KAL Band die ersten beiden Plätze, und ließ Gruppen, wie Gotan Project, Natasha Atlas und Ojos de Brujo hinter sich. Sie erreichten 2006 Platz 3 im Jahresdurchschnitt, etwas, das noch keine Band aus der Balkan-Region geschafft hatte.
    Der Produzent von ihren beiden Alben ist Mike Nielsen, der für die Zusammenarbeit mit den großen Musik-Attraktionen wie Underworld, The Cure, Jamiroquai oder Snow Patrol bekannt ist.

  • Mišo&Sandi -Mostar Sevdah Reunion-

     

    BALKAN / SEVDAH / GIPSY

    Miso und Sandi sind "Frontmänner" bei der erfolgreichen Mostar Sevdah Reunion-Band. Mit besten „Balkan Blues" - (Sevdah) und Gipsy Musik sind die Zwei als Duo "The Old Bridge" ein Garant für spektakuläre Shows.

    Diese Musik verfügt über eine derart bezwingende Kraft, dass buchstäbliche "Nicht-Stillsitzen-Können" passiert, und zwar sowohl bei den schnellen Tanzliedern als auch den rhapsodischen Balladen.

  • Dado Topic

      

    BALKAN / ROCK

    Dado Topic, einer der grössten Rock Legenden aller Zeiten auf dem Balkan.

    Mit seinen Songs, rauchiger Stimme und Gitarre, zieht er Generation nach Generation in seinen Bann. Durch einige der grössten Hits der Rockgeschichte auf dem Balkan, die Generationen prägten, wie "Da li znas da te volim", "Makedonija", "Princeza" usw., begeistert er schon seit Jahrzehnten sein Publikum.

    Als antreibende Kraft und Mastermind, Gründungsmitglied, Sänger, Gitarrist und Songschreiber in verschiedenen grossen Bands aus dem Balkan, wie Time, Korni grupa und Dinamiti, verdiente er unzählige Auszeichnungen. Auch in der letzten Zeit ist er immer wieder mit verschiedensten Formationen wie Time After Time, Dragonfly, usw. sehr erfolgreich unterwegs.

    Mit einen neuen Projekt kann man ihm bei einen ganz speziellen Event zum ersten Mal in Bern sehr nah erleben.

  • Neša -Galija-

    BALKAN / ROCK / ETHNO

    Seit 1976 ist Nenad Milosavljevic "Neša", Frontmann, Sänger, Gitarrist und Komponist der Gruppe "Galija".

    "Galija" zählt zu den bedeutendsten Rock-Bands ex-Jugoslawiens.

    Unter anderem komponierte er auch die Filmmusik für "Zona Zamfirova", erfolgreichster serbischer Film aller Zeiten.

    Sein unverkennbares vokales und instrumentales Repertoire sowie sein Charisma und seine Natürlichkeit machen ihn bei seinen Solo-Auftritten zu einem beliebten Entertainer.

  • Vajta

    BALKAN / POP / ROCK
    Vajta betrachtet das Jahr 1973 als Anfang seiner professionellen Musikkariere. Vajta und seine "Teska industrija" erleben den Durchbruch aus der Anonymität, werden auf der Straße zu bekannten Gesichtern. Es fängt an mit Interviews, Fernsehshows und Touren. Ein Erfolg nach dem anderen. Vajta verlässt die Band und startet seine Solokarriere. Es folgen erste Preise bei den Festivalen, Auftritt beim Grand Prix de Eurovision, erster Platz bei den Top-Listen in Portugal, Silber-, Gold- und Platinschallplatten und volle Konzerthallen. In seiner bisherigen Karriere hat Vajta ca. 150 Songs aufgenommen und ca. 4.000.000 Tonträger verkauft (in ehemaligen Jugoslawien zu der Zeit gab es ca. 18.000.000 Bewohner).

  • Irina & Acustic Live Lounge

    BALKAN / ROCK / POP / ETHNO
    Mit der wohl besten Rock Frauenstimme aller Zeiten aus dem Bosnien, gehört Irina Kapetanovic definitiv auch zu dem besten Frauenstimme auf dem ganzen Balkan überhaupt. Sie spielt im Moment mit ihren  Acustic Live Lounge Band zusammen.

  • Šuma Čovjek Orkestar

     

    BALKAN / GIPSY
    Sliwowitz, Balkan, Polka, World, Brass, Jazz, eine siebenköpfige Kapelle namens "Šuma Čovjek Orkestar", die sogar dem legendär trinkfesten russischen Fliegergeneral Ouromov die Suppe versalzen würde. Die Sechs Musiker haben sich im Studium getroffen und sich entschlossen die Musik des Balkans auf ihre eigene Art und Weise zu interpretieren.

    Nämlich mit zwei virtuosen Bläsern und einer rumpelnden Rhythm Section, die ordentlich in die Saiten/Tasten/Trommeln greifen kann. Herzzerreissende Melodien, brachiale Solis, treibende Basslinien, unterlegt von groovigen orientalischen Beats, gespickt mit einer jazzigen Nuance heizen dem Publikum ordentlich ein.

  • Frenkie & Montirani Proces

    HIP HOP / BALKAN / ROCK

    Frenkie ist einer der populärsten Rapper Postjugoslawiens.

    Er bildet zusammen mit Edo Maajka, die auf dem Balkan sehr präsente Hip-Hip Kombo FM Jam und veröffentlicht sein mittlerweile viertes Album “Protuotrov” (auf deutsch: “Gegengift”).

    International bekannt wurde Frenkie durch ein Lied im Film "Der unglaubliche Hulk" aus dem Jahr 2008 und durch Auftritte mit dem US-amerikanischen Rapper Masta Ace.

    Mit einer unglaublichen Liveband "Montirani Proces" im Gepäck, die sich nicht auf einen Musikstil einschränkt, sondern gerne Rap, Reggae, Hardcore und Funk Elemente einbaut(erinnert an Rage Against The Machine), rockt er im Kultur Shock Club.

  • Gipsy Groove

    BALKAN / GIPSY
    GIPSY GROOVE, eine international bekannte Band aus dem Balkan, zeigt auf beeindruckende Weise, wie sich eine Verschmelzung aus Funk, Ska, Reggae und Jazz gepaart mit traditioneller Roma-Musik anhören kann. In ihren Texten thematisiert die sechsköpfige Band aus dem Balkan die Menschenrechte weltweit, ohne dabei den gute Laune Faktor aus dem Auge zu verlieren. In ihrer siebenjährigen Bandgeschichte waren sie bereits in etlichen Ländern auf Tour.

  • Erogene zone

    BALKAN / ROCK

    Rock Band Erogene Zone aus Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) ist im Jahr 1992 gegründet. Musikalisch bewegen sie sich zwischen Mainstream und Underground. Inzwischen sind sie eine der besten Bands Bosniens geworden. Die Band veröffentlichte vier Studio-Alben.

  • Čerkez -Mostar Sevdah Reunion-

     

    BALKAN / SEVDAH / GIPSY

    Čerkez, für viele einer der Besten Sevdah Legende aller Zeiten, Sänger und Gitarrist bei der erfolgreichen Mostar Sevdah Reunion-Band. Mit seiner Stimme und Gitarre präsentiert er auf eine ganz besondere Art die ursprüngliche Interpretation des Sevdah (Balkan Blues), wie auch Gipsy, Pop/Rock Songs. Inspiriert durch die einzigartigen persönlichen Gefühle ist seine Musik unverkennbar.

    Er hat mit seiner hochemotionalen Interpretation auf vielen Konzerten mit Mostar Sevdah Reunion gefüllte Konzerthallen zum weinen gebracht. Sein Solo Auftritt ist ein ganz besonderes Erlebnis.

  • Traktor Orkestar

     

    BALKAN / GIPSY / BRASS ORCHESTER
    Können junge Berner Balkanbrass spielen, eine Musik, die fest verankert ist in den Traditionen der Roma? «Das ist im Grunde wie die Frage, ob Weisse Blues spielen dürfen», antwortet der junge Berner Trompeter Balthasar Streit. «Ausserdem verstehen wir uns mehr als eine Art Pool, in welchen alles einfliesst, was wir mögen. Für Traditionalisten klingen wir alles andere als orthodox.»
    Zusammen mit Kollegen aus der Jazzabteilung der Hochschule der Künste gründete Streit das Traktorkestar. Dass er sich vom Virus des Balkanbrass anstecken liess, hat naheliegende Gründe. Zum einen ist der Balkanbrass für die Trompete, was der Rock’n’Roll für die Gitarre ist: der Stil, in welchem das Instrument unbestritten dominiert. Zum anderen wird der Balkanbrass mit einer Energie geschmettert, die man sonst nur aus der Rockmusik kennt, und mit ebensolchen emotionalen Berg- und Talfahrten. 

  • Molotow Brass Orkestar

     

    BALKAN / GIPSY / BRASS ORCHESTER 

    Schweizer Volkslieder kombiniert mit osteuropäischer Zigeunermusik? Ska gespielt von klassisch ausgebildeten Musikern?

    Es gibt gewisse Gegensätze, die unvereinbar scheinen und deren Kombination auf den ersten Blick geradezu lächerlich erscheint. Und doch beweist das Molotow Brass Orkestar seit nunmehr 3 Jahren erfolgreich, dass diese Gegensätze überhaupt nicht unvereinbar sind.

    Da werden Vreneli und Hansjoggeli schon einmal vom bernischen Guggisbärg auf den Balkan versetzt, und auch das urschweizerische Örgelihuus samt Alphorn liegt plötzlich irgendwo im Osten.

    Ein Sakrileg? Von wegen. Bloss der Beweis, dass gute Musik jeglicher Kategorisierung trotzt und auch scheinbar unüberwindbare Grenzen mit Leichtigkeit überschreitet.

  • Romano Ilo Orchestra

     

    GIPSY / SEVDAH / BALKAN POP / ROCK

    Mit ebenso lebendigen wie gefühlvollen Musik entführt Romano Ilo Orchestra ihr Publikum in eine Welt voller Gefühle, Tanz und Musik. Ihre Hingabe und Leidenschaft für Gipsy und Balkan Musik ergibt eine ganz einzigartige Musikmischung.

  • Mirakolo

    BALKAN / GIPSY / BRASS ORCHESTER
    Mirakolo überzeugt mit einer hochexplosiven Mischung aus Virtuosität und Präzision. Mit bekannten Rhythmen und Balkangrooves fordert die Band bedingungslos das Publikum zum Tanzen auf. Die 4 Jungs beweisen, dass einen Band mit Minimalbesetzung die Clubs zum Kochen bringen kann und verleihen der Musik mit ihren artistischen Einlagen am Instrument ihren einzigartigen Zauber; schlichtweg „mirakolös!“

  • Baba Roga

     

    BALKAN / GIPSY
    Baba Roga ist nicht nur eine weitere Balkanband geprägt von melancholischen Melodien und schnellen Grooves. Baba Roga lebt vom traditionellen Songgut des Balkan.
    Von russischer Polka und Walzer bis mazedonischer, griechischer, bosnischer oder serbischer Volkmusik. Arrangiert speziell für Akkordeon und Gitarre, Perkussion, Drums und Kontrabass drücken ihre Interpretationen genau die nötige Frische und Romantik, das Feuer und die Tanzeslust des Balkans aus. Musik aus dem Songgut von Goran Bregovic und Šaban Bajramović, Navtule Brandtwein uva.
    Baba Roga - virtuose Solis stehen ungrade Rhytmen entgegen, mal Polka mal Walzer, mal intensiv aggressiv dann wieder sanft und leise. Baba Roga ist zum tanzen wie zuhören ein Leckerbissen.

  • Zapjevala

    BALKAN / GIPSY
    Zapjevala entführt dich in eine Balkan Kaschemme oder in die Quartierbeiz um die Ecke zu skurrilen Gestalten und trunkenen Gemütern mit ihren Geschichten von verglühender Liebe, langen Abschieden und augenzwinkernden Scherzen. Gespielt und gesungen wird Traditionelles und Neues, Fremdes und Hiesiges, Nachdenkliches und Frisches; Vielsprachig von Berndeutsch bis Romales und vielsaitig von Bass bis Bouzouki. Chansons de l'est et du coin - Musik aus Osteuropa und von nebenan mit Herzblut, Schweiss und berstenden Saiten!

  • Am`son

    AFRICA / WORLD / SENEGAL
    Am`son ist ein World Music Band aus Senegal. Zusammengestellt wurde die Gruppe durch den Amson WM. Die Gruppe spielt eine afrikanische Mischung mit  Harmonien und Rhythmen aus der Region Senegal,

  • Carlos Elliot Jr & The Cornlickers

    ROCK`N`BLUES
    Carlos Elliots Musik ist inspiriert von ländlicher Tanzmusik des nördlichen Mississippis mit dem Background von African & Latin American Music und Rock‘n’Roll. Er ist der Pionier des Hill Country Blues‘ in Südamerika. Er entdeckte und lebt den Blues & Rock’n’Roll dort, wo er entstanden ist – dies seit Jahren, und zusammen mit all den Legenden des Mississippis.

  • Clochard Deluxe

     

    OSTBLOCK UNDERGROUND / BALKAN / GIPSY/ SKA

    In ehemaligen Ostblock-Gebieten wird Gulasch so heiss gegessen, wie er gekocht wird –dies gilt nun auch für die Schweiz: Wie viele andere Bands auch leben „ClochardDeluxe“ um Saxofonist und Bandleader Willy Brunner wie selbstverständlich für ihre Musik. Wenn’s aber schon mal sein muss, geben die Polka-Landstreicher alles für ihr Publikum und sterben in ihrem Spielgroove schon mal 1000 Tode!
    Nicht Schweizer Genauigkeit und Perfektion wie üblich bei vielen anderen Gruppen zeichnet deren Klang, sondern häppchenweise unkalkulierte Spontaneität und kühle Frische. Bei Clochard Deluxe finden sich acht eigensinnige Charaktere und Originale in einem Kochtopf zusammen als würziges Gemisch. Sie vor allem wissen ihren Cocktail intensiv zu Energie zu bündeln, die das hungrige Publikum in extra Grossportionen serviert erhält.

  • Sebass

     

    BALKAN / GIPSY / SKA
    Trotz des jugendlichen Alters präsentieren sich Sebass, die letztes Jahr den «Band-It» gewonnen haben, sehr souverän auf der Bühne und gelten als die Entdeckung des letzten Jahres.
    Sie spielen mit Leib und Seele und begeistern die Publikum mit ihrer Balkanmusik. Schon mit dem ersten Stück geht den Leuten der Rhythmus direkt in die Fußspitzen und immer mehr stehen auf und tanzen...

  • Beatlick

     

    ELECTRO LIVE / PSYCHEDELIC / POST PUNK
    Man nehme vier Freunde, die sich in einer Jazzschule kennenlernten. Nun nimmt man deren traditionelle Instrumente und garniert sie mit elektronischen Sounds und lässt alles auf der Grundierung eines Synthesizers zusammenfließen.
    Anschließend lässt man Alles für ein paar Wochen ruhen. Dann befördert man das Gemisch bei erhöhter Temperatur für zwei Stunden, in einen Club. Wichtig ist hierbei, nicht zu vergessen, sie während des Backens regelmäßig zu gießen.

    Ein DJ benötigt Sequenzer und Samples um einen minimal groove zu erhalten. Nicht bei uns! Am Ende erhaltet ihr einen minimal groove, der noch viel besser ist, weil jede Note live gespielt wird!

    BEATLICK: das Rezept! Ein Hochgenuss für musikalische Geschmacksknospen. Wir entführen euch auf eine Reise des wilden und endlosen Tanzens! Eure Freunde werden es lieben!

  • BUMshankar

     

    ETHNODELIC / DUB / ELECTRO / REGGAE

    BUMshankar – eine explosive, schweisstreibende Mischung aus vier experimentierfreudigen Musikern (Stefano: gitarre, vocal, programming; Phippu: drum, percu: Speedee: didge, samples; Yo: posaune). Die Musik ist mal rockig, mal dubbig, mal ethnodancig, immer aber mit groovigen Beats und unerwarteten Breaks. Alles getragen von einer einzigartigen Gitarre und Didgeridoo, gewürzt mit Samples zum nachdenken oder schmunzeln. Getreu dem Motto: „eine Revolution ohne zu tanzen, ist eine Revolution die sich nicht lohnt…“

  • Olgas Bagasch

     

    BALKAN / GIPSY / KLEZMER

    Vier Frauen und ein Man, neun Instrumente, unzählige Koffer und Geschichten im Gepäck. Über Olga, die mit ihrer Tasche voller Erinnerungen durch die ganze Welt zieht, über die grüne Kusine, die nicht spricht, sondern nur singt und vom kleinen Mann der mit Sack und Pack in einem grossen russischen Wald verschwindet. Seit drei Jahren spielen Olgas Bagasch in dieser Formation, komponieren Eigenes und interpretieren Traditionelles.

  • Extrem Bosnian Blues Band

     

    BALKAN / SEVDAH / ROCK
    „EB3“ ist ein Projekt der Dämmerung bzw. des Sonnenaufganges: fünf Männer lassen das Grundgefühl leben in dem sie die Interpretation der Jahrhunderte alter Lieder neu aufleben lassen. Zwei von ihnen haben den Sevdah vor dem Krieg in Bosnien jung gelebt und nach dem Krieg mit neuen Freunden in der Schweiz wiederentdeckt. Nun muss sich auch der traditionellerweise in der Interpretation freier Sänger doch von Rhythmen leiten lassen…dieses Zusammenspiel fängt bei jedem Zusammentreffen der Musiker und des Interpreten von neuen an.

  • Graffiti

     

    BALKAN / ROCK
    Rock Power Band.

  • Rock Atristi

     

    BALKAN / ROCK

    Balkan Rock Power Band

  • Testament

     

    BALKAN / ROCK

    Balkan Rock Power Band

Berner Zeitung - Erstellt: 01.12.2017, 15:41 Uhr

Link zum Artikel: https://www.bernerzeitung.ch/region/bern/heute-nennen-wir-uns-selber-jugo/story/19315675

«Heute nennen wir uns selber Jugos»

Balkanmusik-Importeur und Veranstalter: Mario Peric ist ein bestens ­integrierter Bosnier. Regelmässig bringt er angesagte Balkanbands nach Bern – und von den Schweizern kriegt es keiner mit. Warum bloss?

 

«Eine Zeit lang war Jugo ein Schimpfwort. Aber heute nennen wir uns selbst so»: Mario Peric (54) in seinem Club Kultur Shock in der Berner Länggasse.

 

«Eine Zeit lang war Jugo ein Schimpfwort. Aber heute nennen wir uns selbst so»: Mario Peric (54) in seinem Club Kultur Shock in der Berner Länggasse. Bild: Tanja Buchser

 Jugo. Darf man das noch sagen? Oder darf man es wieder sagen? «Eine Zeit lang war Jugo ein Schimpfwort. Aber heute nennen wir uns selber so», sagt Mario ­Peric. Seit über dreissig Jahren lebt der gebürtige Bosniake in der Schweiz, die längst zu seiner Heimat geworden ist.

Hier arbeitet er – und hier lebt er seine Leidenschaft, die viel mit seiner Herkunft zu tun hat: Musik. Er veranstaltet Balkanpartys. Es sind die wohl wildesten Parties von Bern – doch das wissen nur gut informierte Nachtschwärmer. Nächste Woche bringt er nun den sehr angesagten Božo Vreo ins Schlachthaus-Theater (siehe Box). Die Veranstaltung ist seit Wochen ausverkauft.

«Man spürte es fei e chli»

Mario Peric sitzt auf einem Barhocker in seinem schummrigen Kellerlokal in der Berner Länggasse. Seine langen Haare trägt der 54-Jährige, der kürzlich Grossvater geworden ist, zusammengebunden. «Kultur­ Shock» steht in grossen Lettern über der Bar, daneben ein Schild, das Bier aus Sarajevo anpreist. In diesem Raum hat Peric seine ersten Partys veranstaltet. Mittlerweile ist er auf andere Lokale ausgewichen, die Sicherheitsauflagen sind zu streng geworden.

Perics Berndeutsch ist breit und fast akzentfrei. 1984, Jahre vor dem Krieg, zog es ihn und seine Frau ins Ausland. «Nach Titos Tod spürte man fei e chli, dass das nicht gut kommen wird in Jugoslawien.» Josip Broz Tito (1892–1980) hatte im Zweiten Weltkrieg die Völker auf dem ­Balkan gegen die Faschisten verschworen. Später hielt er den kommunistischen Vielvölkerstaat kompromisslos zusammen. Nach seinem Tod kam es zum Bruch, der in den 1990ern in den Jugoslawien-Kriegen mündete. Viele Menschen flohen. Im Jahr 2000 lebten laut Bundesamt für Statistik 360 000 Ex-Jugoslawen in der Schweiz, heute stammen acht Prozent der Schweizer Bevölkerung aus Ex-Jugoslawien.

«Es machte klick»

Peric lebte in den 1980ern vier Jahre in Basel, die Arbeit auf dem Bau gefiel ihm aber nicht. Er ging zurück nach Bosnien, doch nach einem halben Jahr hatte er genug. Er wollte in die Schweiz, dort war ihm wohler. Oder, wie Peric sagt: «Es machte klick.» In Thun fand der gelernte Krankenpfleger eine passende Stelle. 1993, als die erste grosse Migrationswelle einsetzte, eröffnete er einen Plattenladen. Es war das letzte florierende Jahrzehnt des Musikhandels.

«Musik aus Jugoslawien hat mich damals nicht besonders interessiert», sagt Peric. Doch immer öfter fragten ihn Leute vom Balkan, ob er nicht Musik aus der Heimat verkaufe. So begann er Balkanmusik in die Schweiz einzuführen. Und er tat es erfolgreich. «Ich rüstete all die kleinen jugoslawischen Lädeli mit CD-Regalen aus», sagt er. Eine Zeit lang belieferte er über hundert Läden. Musik gegen das Heimweh war ein gutes Geschäft. Er kaufte Künstlern Aufnahmebänder ab und presste in der Länggasse die Alben für den Schweizer Markt.

Laut, wild, ausgelassen

Als sich zur Jahrtausendwende abzeichnete, dass das Internet die Musikindustrie in die Knie zwingen würde, stieg er um. Unter seinem Label Kultur Shock organisierte er Konzerte. Er nutzte seine Kontakte und brachte Balkanbands in die Schweiz. Nach den Konzerten legte Mario Peric als DJ auf. Das tut er heute noch. Einmal pro Monat veranstaltet er Konzertabende, den nächsten heute Abend.

Die Partys sind, wie man sich Balkanfeste vorstellt: laut, wild, ausgelassen. Warum eigentlich? Peric lacht. «Es hat schon etwas, dass man dort unten gut feiern kann. Die Musik hat einfach einen ganz anderen Stellenwert als in der Schweiz.» Dort unten aber, in Ex-Jugoslawien, ist Peric nicht mehr zu Hause. «Früher hat es niemanden gekümmert, ob man Kroate, Serbe oder Bosniake war.» Seit dem Krieg sei das Klima mit Nationalismus vergiftet.

«Die Musik hat im Balkan einfach einen ganz anderen Stellenwert als in der Schweiz.»Mario Peric

Das färbte auch auf die Menschen im Exil ab. «Die Serben, die Kroaten, die Muslime: Sie sind alle unter sich, haben ihre eigenen Kulturvereine und ihre eigenen Fussballklubs. Der Nationalismus ist fei e chli ein Thema.» Diese Parallelgesellschaften interessieren Peric nicht. «Sie schotten sich zu stark ab», findet er. Das sei mit ein Grund, weshalb viele Menschen aus dem Balkan noch immer schlecht integriert seien. «Bei denen hat es noch nicht klick gemacht.»

Peric gibt Gegensteuer. Er bucht Jugoslawen aus allen Teilen des Balkans, und zu seinen Konzerten kommen alle, die auf seine Bands stehen. Keinen interessiert die genaue Herkunft des anderen. Und um Bands mit nationalistischem Hintergrund macht Peric einen grossen Bogen.

Und die Schweizer? Die bekommen kaum mit, dass da ein bestens integrierter Bosnier Monat für Monat grosse Namen und Entdeckungen nach Bern holt. Doch die Musik ist längst nicht mehr das einzige Standbein von Peric. Er arbeitet wieder in seinem angestammten Beruf als Nachtwächter in einer Klinik für Süchtige. «Ich bin ein Nachtmensch», sagt er und fügt dann augenzwinkernd an: «Manchmal führe ich auch einen ganz normalen Alltag.»

Kultur-Shock-Party: Samstag ab 21 Uhr mit der Band Gipsy Groove, Viento Sur, Lerchenweg 33, Bern. (Berner Zeitung)

Balkanmusik: Turbofolk schlägt Helene Fischer

Musik ist wichtig auf dem Balkan. Heute dominiert eine Musikrichtung: Turbofolk. Diese Mischung aus traditioneller Volksmusik, Schlager und Techno wurde in den Jugoslawien-Kriegen in den 1990ern für nationalistische Zwecke missbraucht. Heute hat sich die Musik etwas davon gelöst, für Veranstalter Mario Peric bleibt sie aber «primitiv». In seinem Club wird kein Turbofolk gespielt. Der kommerzielle Erfolg ist jedoch unbestritten: So wurden etwa Youtube-Videos der kroatischen Sängerin Severina über 50 Millionen Mal angeklickt (zum Vergleich: «Atemlos durch die Nacht» von Helene Fischer bringt es auf 26 Millionen Auf­rufe).


Im Berner Kultur Shock dominieren andere Acts: So wie Božo Vre?o, der aus dem serbischen Teil von Bosnien stammt, zwischen den Geschlechtern steht und sehnsüchtigen Sevdah macht. Diese Musikrichtung ist traditionell für Bosnien und Herzegowina. Es sind oft schwermütige Liebeslieder begleitet von Saz, Akkordeon, Violine, Tamburin und Gitarre. Božo Vre?o hat sich in den letzten Jahren vom Geheimtipp zu einem Liebling des Sevdah gemausert. Mit dem androgynen Aussehen und dem dunklen Bart erinnert er an Conchita Wurst – mag diesen Vergleich aber gar nicht. Das anstehende Konzert im Schlachthaus-Theater ist restlos ausverkauft. Doch geht es nach Mario Peric, soll Božo Vre?o bald wieder nach Bern kommen, «wir sind am Verhandeln».

Auch andere grosse Balkanbands haben schon im Kultur Shock gespielt. Zum Beispiel Mostar Sevdah Reunion, die sich seit Ende der 1990er-Jahre ähnlich wie Božo Vre?o der sehnsüchtigen Liebeslyrik widmen. Die siebenköpfige Band reist für die Konzerte um die ganze Welt. Oder das Dubioza Kolektiv, das seit mehr als zehn Jahren tanzbaren Balkanska mit einem Schuss Punk macht, aber erst in der letzten Zeit auch international Beachtung findet. Menschen aus dem Balkan leben nach den Kriegen weltweit verstreut. Die Musik aber bleibt ein verbindendes Element. bol

Zwischen den Geschlechtern: Sevdah-Sänger Božo Vre?o. (Bild: Sead Sasivarevic)

Veranstaltungsreihe

Unter dem Titel «Der jugoslawische Traum» widmet sich das Schlachthaus Theater dem Balkan. Zu sehen ist neben Božo Vre?o das Stück «Vor solchen wie uns haben uns die Eltern immer gewarnt» der Bosnierin Tanja Šljivar. Mirjana Karanovi? führt Regie und spielt mit. Sie ist bekannt aus Emir Kusturicas Filmen. Eine Hommage an sie läuft im Kino Rex. pd

5.-9.12, Schlachthaus Theater. Infos: www.schlachthaus.ch

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 Kultur Agenda Pressebild vom 11.10.2014

Rock`n`balkan

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"Bund" - Erstellt: 01.06.2014, 13:26 Uhr

Nicht Geld schicken – selber helfen

Von Lucia Vasella. Aktualisiert am 01.06.2014

Ein Lastwagen aus Bern ist seit gestern unterwegs zu den bosnischen Opfern der Flutkatastrophe. Ob die Hilfsgüter die Bedürftigen erreichen werden, ist noch ungewiss, denn es drohen bürokratische Hürden.

Direkte Hilfe: Mario Peric (rechts) mit Ehefrau Alma, Fahrer Elvir Devic (rechts hinten) und weiteren Helfern.

Direkte Hilfe: Mario Peric (rechts) mit Ehefrau Alma, Fahrer Elvir Devic (rechts hinten) und weiteren Helfern.
Bild: Valérie Chételat

Mario Peric ist erledigt. Während über einer Woche hat der Pflegefachmann Hilfsgüter sortiert. Unterstützt von zahlreichen Helferinnen und Helfern hat er im Vereinslokal Waren verpackt, gewogen, beschriftet und Formulare ausgefüllt. Gestern hat er den Lastwagen auf den Weg geschickt, vollbepackt mit fünf Tonnen Hilfsgüter. Bestimmt sind die Waren für die Bevölkerung des zentralbosnischen Dorfes Topcic Polje. Von dort haben ihn Hilferufe von Verwandten erreicht. Die Menschen hätten kaum zu essen, erzählte ein Mann aus dem Dorf.

«Ich habe den Eindruck, dass in Bosnien ein grosses Chaos bei der Verteilung der Hilfsgüter herrscht», sagt Peric. «Bekannte erzählten mir von Hallen voller Hilfsgüter, die nur schleppend verteilt würden», sagt der gebürtige Bosnier, der seit 1983 in Bern lebt. Das mache ihn wütend und traurig zugleich. Deshalb beschloss er zusammen mit Elvir Delic, der den LKW organisiert hat und nach Bosnien fährt, selbst Güter zu sammeln.

Hochwasser und Schlammlawine

Vor zwei Wochen versank das Dorf Topcic Polje nach schweren Regenfällen in den Wassermassen der über die Ufer getretenen Flüsse der Region. Vielen anderen Dörfern und Städten ging es nicht besser. Betroffen von der Flutkatastrophe sind auch grosse Landstriche in Serbien und Kroatien. Allein in Bosnien-Herzegowina sind Zehntausende von Menschen obdachlos, ihre Häuser wurden von den Wassermassen oder den späteren Schlammlawinen beschädigt oder mitgerissen.

Zahlreiche Länder beteiligen sich an der Nothilfe und am Wiederaufbau in der Krisenregion. Die bislang in der Schweiz dafür freigestellten Mittel betragen insgesamt gut 3,5 Millionen Franken.

Hilfswerke: Verteilung klappt

Die humanitäre Hilfe des Bundes, angesiedelt bei der Entwicklungsdirektion Deza, schickte Instrumente zur Trinkwasseraufbereitung sowie Wasser- und Umweltexperten. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) und Caritas Schweiz versorgen die Menschen in den Evakuierungszentren mit dem Nötigsten. Ein Chaos bei der Hilfsgüterverteilung können weder der Bund noch die beiden Hilfswerke bestätigen. «Wir verteilen unsere Hilfsgüter über das eigene Netzwerk», sagt Katharina Schindler vom SRK. «Die Kontrolle passiert über unsere Mitarbeitenden vor Ort.» Man könne aber nie ganz ausschliessen, «dass jemand etwas bekommt, das er nicht wirklich benötigt». Der Caritas Schweiz sind keine Unregelmässigkeiten bekannt.

Man merke aber, dass manche Gemeinden wenig Erfahrungen mit Krisensituationen dieses Ausmasses hätten, gibt Erich Ruppen, Programmverantwortlicher für Bosnien-Herzegowina zu Bedenken. Da sich der Bund vorwiegend im Bereich Wasseraufbereitung engagiere, sei man nicht über alle Details der Hilfsgüterverteilung informiert, sagt der Einsatzleiter der humanitären Hilfe für Bosnien, Rudolph von Planta. In Serbien organisiere das Serbische Rote Kreuz einen grossen Teil der Hilfe, in Bosnien sei die Koordination tatsächlich schwieriger, werde aber teilweise von der UNO übernommen.

Nur sammeln, was gebraucht wird

Die Sammelaktion des Vereins Kultur Shock ist bei weitem nicht die einzige private Initiative dieser Art. Allein Caritas Schweiz habe rund 50 Anfragen von Privatpersonen erhalten, die Transporte organisieren wollten, sagt Erich Ruppen. Man unterstütze sie mit Geschenkurkunden, was ihnen helfe, die nötigen Zollpapiere zu bekommen. Empfängerorganisation müssten die Personen aber selber suchen. Ohne einen Zielort bringe man einen Hilfsgütertransport nicht über die Grenzen.

Mario Peric hat keine Unterstützung erhalten. Das Schweizerische Rote Kreuz habe ihm empfohlen, Geld zu sammeln. «Wir wollen aber nicht im Sessel sitzen und Geld sammeln, wir wollen selber anpacken und Sachen nach Bosnien bringen und verteilen», erwidert Peric. Private Versände zu unterstützen sei logistisch nicht möglich, bestätigt Katharina Schindler vom Roten Kreuz. Sie findet die Initiativen lobenswert, wichtig sei aber, Güter zu sammeln, die wirklich benötigt werden.

Sammeln im Vereinslokal

Eigentlich ist Mario Perics grosse Leidenschaft die Musik. All sein Herzblut steckt er in den Verein Kultur Shock, mit dem er monatlich Balkan-Partys organisiert. Viele namhafte Bands aus seiner ehemaligen Heimat und der Schweiz hat er in den Kultur Shock geholt. Den Sammelaufruf für die Hilfsaktion hat er über Facebook an das Klubpublikum gerichtet. «Wir waren überwältigt von der Solidarität», sagt er. Die Leute hätten Kleider gebracht, Hygieneartikel, Medikamente und Esswaren. «Vielleicht auch deshalb, weil viele gehört haben, dass in Bosnien ein Chaos herrscht.» Mario Peric traut der Koordination der humanitären Hilfe vor Ort auch deshalb nicht, weil er weiss, wie sein ehemaliges Heimatland funktioniert.

Bosnien-Herzegowina steckt wirtschaftlich und politisch in einer schweren Krise. Im Februar dieses Jahres kam es in der Bevölkerung zu wütenden Protesten gegen die Politik und die allgegenwärtige Korruption. Transparency International (TI), die weltweit tätige Organisation zur Korruptionsbekämpfung, teilt Perics Ansicht. «Wir haben für die Meldung von Missbrauchsfällen eigens eine Hotline eingerichtet», sagt Ivana Korjalic von TI Bosnia auf Anfrage. «Besorgte Bürgerinnen und Bürger berichten von Haushalten, die von der Verteilung von Hilfsgütern ausgeschlossen worden sind.» Und von Lebensmittelhändlern, die Produkte zu überteuerten Preisen verkauften. Grund dafür sei die fehlende Koordination der Nothilfe seitens der Behörden. Dies öffne Kriminellen und Profiteuren Tür und Tor. «Bosnien-Herzegowina hat eine lange Tradition intransparenter Verteilung von humanitärer Hilfe.» Nach dem Bürgerkrieg flossen Milliarden ins Land. «Alle Versuche, die Verteilung dieser Gelder transparent zu machen, sind bislang gescheitert.»

Trotz seiner Bedenken muss Mario Peric in den sauren Apfel beissen und die in Bern gesammelten Hilfsgüter wohl in dieses intransparente Verteilsystem einspeisen. Nur über das bosnische Rote Kreuz konnte er schnell genug die nötigen Papiere für den Transport bekommen. «Jetzt wollen sie uns den ganzen Hilfstransport wegnehmen, obwohl wir in Topcic Polje schon alles organisiert haben.» Der Bürgermeister erwarte den Transport, Hilfskräfte vor Ort stünden bereit. Doch Mario Peric lässt sich nicht abschrecken, «unser Verein wird weiterhin alles daran setzen, damit die Hilfsgüter in Topcic Polje ankommen». (Der Bund)

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 Kultur Agenda Pressebild vom 5.2.2014

 Pressebild Teska industrija

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"Bund" - Erstellt: 02.11.2013, 12:52 Uhr

Link zum Artikel: http://agenda.derbund.ch/home/home/-Mini-Jugoslawien-im-Tscharni/story/19122319/

«Mini-Jugoslawien» im Tscharni

Von Gisela Feuz. Aktualisiert um 12:52 AGENDA Der Bund

 Die serbischen Urgesteine Yu Grupa spielen psychedelischen Balkanrock im Berner Quartierzentrum.

 

Samstag, 2.11.2013 - YU grupa Quartierzentrum Tscharnergut 

 

 

 

«Eigentlich bin ich persönlich ja nicht balkanbeschränkt», definiert Mario Peric grinsend seine musikalischen Vorlieben. Der gebürtige Bosnier lebt seit rund 30 Jahren in der Schweiz und veranstaltet in seiner Freizeit unter dem Namen «Kulturshock» Konzerte, für welche er Bands vom Balkan nach Bern holt. Diese musikalische Linie habe sich mit der Zeit so ergeben, weil sich vor allem ein balkaninteressiertes Publikum mit entsprechenden Erwartungen bei ihm eingefunden hätte, begründet der 50-Jährige die Programm-Ausrichtung.

Ursprünglich hatten die Kulturshock-Partys im Länggassquartier stattgefunden, aufgrund von Lärmklagen hat Peric aber nach sechs Jahren den Veranstaltungsort wechseln müssen und nun im Quartierzentrum Tscharnergut – oder kurz: Tscharni – Unterschlupf gefunden. Bei ihm seien alle willkommen, so Peric, egal ob serbischer, bosnischer, mazedonischer, albanischer, kroatischer oder schweizerischer Herkunft. Nein, Nationalismus habe definitiv keinen Platz bei Kulturshock, es gehe eher zu und her wie in einem «Mini-Jugoslawien», in welchem verschiedene Sprachen, Mentalitäten und Ansichten unter einem Dach vertreten seien. Und ausserdem seien auch immer viele Schweizerinnen und Schweizer mit von der Partie, wenn einmal pro Monat gefeiert wird im Tscharni.

Mit Yu Grupa bringt Peric diesen Samstag eine Band nach Bern, deren Name auf dem Balkan jedem Kind geläufig ist und die zu Hause vor 50 000 Leuten auftritt. Die serbischen Urgesteine rund um den 66-jährigen Frontmann Dragi Jelic präsentieren ihren Rock mal progressiv, mal psychedelisch angehaucht und mal mit Einflüssen aus der jugoslawischen Volksmusik versetzt. Gespielt wird mit Verve und Temperament, und die Hardrock-Gitarrensoli, welche die älteren Herren ihren Instrumenten entlocken, dürften die Augen von gar manchem Jungspund zum Glänzen bringen im «Mini-Jugoslawien» im Tscharni.

Yu Grupa ist eine serbische (ehem. jugoslawische) Rock Band. Sie kombiniert in ihrer Musik Elemente aus der Volksmusik mit Rock aus der früheren jugoslawischen Rockszene.
Seit ihrem über 40-jährigen Bestehen hat die Gruppe geschafft, dass sie immer noch eine sehr anerkannte Band aus dem ex-jugoslawischen Raum ist und zählt heute zu dem am längsten bestehenden Rockband aus diesem Gebiet.

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Bernerbär & BümplitzWoche - Erstellt: 31.1.2013

Link zum Artikel: http://www.bernerbaer.ch/fileadmin/bw-epaper/pdf/2013BuWo-005-005-4f-3101-1.pdf 

BümplizWoche & Bernerbär Artikel

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Norient - Erstellt: 26.3.2012

Link zum Artikel: https://norient.com/blog/dubioza-kolektiv/

Protest im Kolektiv

By Lucia Vasella on 26 March 2012 in BLOG

Mit multiplen Balkansounds und kritischen Texten auf bosnisch und englisch ist die Band Dubioza Kolektiv aus Zenica (Bosnien-Herzegowina)

vor allem in Südosteuropa beliebt. Mario Perić, Referenzfigur in der Berner Balkan-Community und Begründer des Underground-Clubs Kultur Shock, holt das Septett am Wochenende nach Bern und Zürich.

Es gibt Balkan-Musik und Musik aus dem Balkan. Das Eine hat oft mit dem Anderen wenig zu tun, denn ein Grossteil der balkanischen Sounds, die unsere Bühnen und Tanzflächen beschallen, sind auf der Halbinsel zwischen Adria und Schwarzem Meer gänzlich unbekannt. Umso empfehlenswerter ist darum ein musikalischer Leckerbissen, der in Kürze in Bern und Zürich live zu erleben ist:Dubioza Kolektiv aus Bosnien-Herzegowina. Die in ganz Südosteuropa populäre Band fusioniert Hip-Hop, Dub, Reggae, Punk und Balkan-Rhythmen und -Melodien. Mario Perić hat Dubioza Kolektiv nun in die Schweiz eingeladen. Er betreibt den Underground-Balkan-Club Kultur Shock in Bern, wo auch die seit etwa fünf Jahren gehypten Balkan Beats live und von Platte erklingen. Perić legt beim Booking darauf Wert, dass sich die Musik nicht zu sehr von dem wegbewegt, was auf dem Balkan auch tatsächlich gehört wird.

Interview mit Mario Perić im Kultur Shock am 3.3.2012 mit Musik vom Šuma Čovjek Orkestar

Mario Perić hinterm DJ-Pult im Berner Club Kultur Shock

 

Switching Protest

Gerade bei Dubioza Kolektiv spürt man einen Unterschied: Die Band bedient sich zwar ebenso wie Shantel und Co den gerade so populären Rhythmen und Melodien der Balkan Beats. Doch geht es dem Kollektiv nicht nur darum die Menschen auf die Tanzfläche zu bringen, sondern auch auf die Strasse. Das Kollektiv hat was zu sagen und dank ihrer Musik hört man zu: mit ihren Texten benennen sie gesellschaftliche Missstände und stellen die dafür Verantwortlichen an den Pranger. Ihre Lieder sind teils auf Bosnisch, teils auf Englisch – und zwar mit System: Singt die Band bosnisch, will sie die Menschen vor Ort aufrütteln. Sie zeigt mit dem Finger auf korrupte Politiker, illegale Firmen und auf den nach wie vor präsenten Nationalismus, den die sieben Musiker als Jugendliche im Krieg hautnah miterlebt haben.

Singt die Band englisch, richtet sie sich an ein westeuropäisches Publikum – im Mittelpunkt steht der Aussenblick auf den Balkan und die Migrationspolitik. „I’m from Bosnia take me to America, I really want to see Statue of Liberty, I can no longer wait, take me to United States, take me to Golden Gate, I will assimilate¨ singt der Sänger Almir Hasanbegović beispielsweise mit dickem osteuropäischen Akzent im Song “U.S.A.”. Davon, dass Bosnien nur beim Eurovision Song Contest zu Europa zählen darf, handelt der „Euro Song“: „I’m sick of being European, just on Euro Song“. Beide Songs sind auf dem aktuellen Album “Wild Wild East” zu finden, welches die Band – nach eigenen Angaben – eigens für den Export geschrieben hat.

Soundtrack der Jugendbewegung

Mit den Veröffentlichungen der letzten beiden bosnischen Alben „Firma Illegal“ und „5 do 12“ (Gratis Download) hat das Dubioza Kolektiv bewiesen, dass sie auch leben was sie predigen. Bei der unabhängigen Jugendbewegung “Dosta“ (Genug), um die es leider in letzter Zeit ziemlich still geworden ist, war das Kollektiv ganz vorne dabei. Es schrieb gemeinsam mit dem Rapper Frenkie die Hymne zu den Protesten und organisierte ein großes Konzert vor den Wahlen 2006. Die Neuerscheinung des Albums “Firma Illegal“ präsentierten sie vor dem bosnischen Parlament – als Zeichen gegen die korrupte Regierung. Vor den Wahlen im Herbst 2010 gab die Band in allen bosnischen Großstädten Konzerte, um so die junge Bevölkerung an die Urnen zu bringen.



Zu politischen Botschaften und Protestbewegungen eignet sich die Musik von Dubioza bestens: Balkanrhythmen lassen aufspringen und rütteln an den Hüften, Punk und Rap wecken die nötige Wut, der aber von Reggae-Gitarren und melodiösen Gesänge sofort wieder gedämpft wird. Am Ende lässt der mitreissende Mix ein positives Gefühl zurück. Die Band nimmt ihre Musik ernst. Und was rundherum passiert auch.

Dubioza Kolektiv
Freitag 30. März, Alte Kaserne Zürich
Samstag 31. März, Tscharni, Bern

norient wird weiter über den Berner Balkan-Underground und das Kultur Shock berichten. Bis dahin gibt’s Balkanisches aus dem Archiv****************************************************************************************************

"Bund" - Erstellt: 03.10.2010, 13:50 Uhr

Link zum Artikel: https://blog.derbund.ch/kulturstattbern/blog/2010/10/03/kulturshock-in-der-langgasse/

 

Kulturshock in der Länggasse

Von Gisela Feuz am Sonntag, den 3. Oktober 2010, um 13:50 Uhr

Gestern fühlte man sich ein bisschen wie in den Ferien in der Länggasse: Drinnen gabs Slivovitz und draussen wurden beim Rauchen lustige Räuberpistolen (glaubs) erzählt und zwar mehrheitlich in Bosnisch (glaubs). Der Kulturshock, das kleine aber feine Vereinslokal vis-à-vis der Uni Tobler, hatte zwei Herren eingeladen, die für Liebhaber von traditioneller Balkan-Musik keine Unbekannten sind: Miso und Sandi, die beiden Frontmänner der legendären Mostar Sevdah Reunion, bearbeiteten gestern als Duo «The Old Bridge» ihre Gitarren, was eine beachtliche Anzahl Leute anzulocken vermochte.

 

kulturshockMan konnte gar nicht anders, als sich anstecken lassen von der sympathischen Ausgelassenheit, die gestern herrschte, von Kulturschock war weit und breit nichts zu spüren oder zu sehen. Ganz im Gegenteil ertappte man sich dabei, wie man bei der wilden Hüpferei munter mittat, dabei allerdings eine definitv weniger gute Falle machte, als all die Tanz-Experten ringsherum. Deren Geheimnis? Ich habs rausgefunden. Slivovitz. Das Zeugs verleiht Zusatzgelenke.

Von einem Publikum, wie es Miso und Sandi gestern hatten, kann jede Musiktruppe nur träumen: Viele schöne Menschen, die von den ersten Klängen an freudenstrahlend und glückselig auf  Tischen und Bänken tanzen, mitsingen und wild klatschen. So muss es sein. Bunt gemischt war das Publikum, der Frauenanteil war hoch und das tut bekanntlich jeder Party gut, denn schlussendlich sind es immer die Damen, welche die Tanzfläche als erstes betreten und wo viele Damen sind, hats früher oder später naturgemäss auch viele Herren, die sich dann in Anwesenheit vieler Damen auch nicht so brüllaffig benehmen, wie sie das sonst im eigenen Rudel offenbar manchmal tun müssen.